Wie gut, dass keiner weiß......
22.02.2012
Wie gut, dass keiner weiß......

Nein, nicht dass ich Rumpelstilzchen heiße, aber einen von der Gesellschaft doch mindestens genauso verpönten Namen trage, den man des Öfteren ebenso geheim halten möchte. Vor kurzem wurde ich auf die Seite „Chantalismus“ aufmerksam gemacht, die sich mit Kindernamen der „besonders schlimmen Art“ beschäftigt. Und da sich eine Seite schon mit meinem Namen rühmt, dachte ich, ich erforsche mal die genauen Absichten und Hintergründe des Phänomens der „Namensgebung“. Ja, ich heiße Chantal und nein ich bin nicht asozial oder stamme ursprünglich aus dem Osten und arbeite auch nicht als „Professionelle“. Darüber hinaus habe ich es zu mehr als nur zu einem Hauptschulabschluss gebracht und kann daher 1+1 auch ohne Taschenrechner zusammen zählen. Soviel dazu, um nur einige Vorurteile aufzuzählen, mit denen man, egal in welchem Alter, immer wieder aufs Neue konfrontiert wird. Aber zu meiner Verteidigung bzw. zu der meiner Eltern kann ich sagen, dass auch mein Nachname französischen Ursprungs ist und somit den „bitteren Nachgeschmack“ meines Vornamens etwas heraus nimmt.
Um ehrlich zu sein, könnte es einen noch weitaus schlimmer treffen. Bestes Beispiel für reine Schikane elterlicherseits ist es meines Erachtens, wenn man Vor- und Zuname so kombiniert, dass man sein Leben lang gestraft durch die Welt zieht. Mal angenommen sie heißen mit Nachnamen Krüger, wie sollten sie ihren männlichen Nachwuchs keinesfalls nennen?! Genau, Freddy! Noch weiter verbreitet ist es neuerdings auch Namen mehr oder weniger bekannter Sänger(-innen) zu nehmen wie Rihanna oder Jimi Blue. Ja, Stars machen es auch, aber die sind nun mal Stars und da gehört es ja schon fast zum guten Ton sich von der breiten Masse abzuheben.
Deshalb, liebe (werdenden) Eltern lebt euren Chantalismus nicht weiter hemmungslos auf Kosten der Zukunft eurer Kinder aus.
Wer sich nicht sicher ist, welche Namen in diese Kategorie fallen, kann sich unter: http://chantalismus.tumblr.com/ Gewissheit verschaffen oder einfach eine Runde mit der Hand gegen die Stirn klatschen.
Mit diesem Worten verabschiede ich mich und wünsche Ihnen eine schöne Restwoche!
Ihre Chantal
Bildquelle: 4.bp.blogspot.com/-ux6XtR6RIxY/Tx7_y5uCLiI/AAAAAAAABAE/DBkDcDzqvAQ/s640/jaqueline-Cheyenn-Chantalle.jpg
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