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20.07.2011
13:15

Kundenkarten, Passwort-Wirrwarr und Social Media Netzwerk

Manchmal frage ich mich, wo ich diese ganzen Dinger einsortieren soll. Von Chipkarten ist hier die Rede. Rechne ich alle für mich alltäglich wichtigen wie EC-Karten (natürlich auch wieder getrennt: Firmenkarte und privat), Krankenkasse, Bahncard, diverse Meilensammelkarten verschiedener Fluglinien, Payback und zu guter Letzt meine liebste -allerliebste Kundenkarte eines großen Berliner Kaufhauses ab, bleiben mir immernoch gefühlte 50 Karten, die Mann/Frau sammelt, aber kaum nutzt. Viele Hersteller von Geldbörsen und Taschen haben dieses Problem erkannt und bieten schöne und minder schöne Etuis für das Sammelsurium an Plastikkarten an. Bloß, wozu soll ich noch neben all den Kleinigkeiten ein solches Mäppchen mit mir rumtragen? Peinlich doch auch an der Kasse, wenn man während des Bezahlvorgangs in der Handtasche wühlen und dann auch die richtige Karte aus dem Sammelmäppchen finden muss. Ich erlebe es selbst ja hin und wieder als Wartende in der Schlange, wie sich die Kundin mit hoch rotem Kopf anstrengt, um sich ihre Punkte für den hübschen Bonus gutschreiben zu lassen. Ganz kompliziert wird es dann, sich all die PIN Nummern dazu zu merken. Kann sich die Industie hier nicht noch eine formschöne Idee einfallen lassen, die zudem diebstahlsicher ist? Ich möchte mir nämlich auch nicht merken müssen, unter welchem "Namen" ich mir die eine und andere Geheimnummer in meinem Mobiltelefon eingespeichert habe. Für den Fall der Fälle... Aber das Spiel mit den Zugangs- und Geheimcodes geht ja noch weiter! Seitdem ich das Social Media Networken für mich entdeckt habe, und zwar für den Privat- und den Geschäftsbereich, vervielfältigen sich meine Zugangscodes um einen hohen Prozentsatz. Dazu kommen dann die unzähligen Websites zu den Kundenkarten mit Passwörtern zum Abrufen meines Status usw. Natürlich bin ich so schlau (oder auch nicht), einen mir leicht zu merkenden persönlichen Code mehrmals einzusetzen, sodass es nicht zu viele verschiedene werden. Doch das klappt ja bekanntermaßen nicht mit jedem Zugang. Der eine lässt nur eine Buchstaben-Zahlenkombination zu, der andere verlangt mindestens 9 Ziffern von mir, der andere höchstens 5. Also stehe ich da wieder und suche mir eine elektronische und nicht elektronische Lösung. Denn nachdem ich einmal nach einer Skitour in Nordfrankreich mein Handy inkl. vielen, vielen Kontaktdaten dem Tiefschnee überlassen habe, wird bei mir alles akribisch nochmals auf Papier archiviert. Synchronisation auf dem PC und Server hin oder her, das muss jetzt sein. Doch ich werde nicht mehr Herr meiner Daten.

Es grüßt herzlich Tanja

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