_Blog

Zur Zeit wird gefiltert nach: November 1
Filter zurücksetzen

23.11.2011
17:35

Die Kunst des Schenkens

Die Kunst des Schenkens

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Und natürlich freue ich mich jetzt schon auf die Präsente, die mich (hoffentlich) bald erreichen. Eigentlich erfahre ich mit jedem Jahr intensiver, dass das Beschenktwerden gar nicht mehr so sehr im Fokus steht wie das Beschenken anderer Menschen.

Ob Geschäftspartner, Freunde, Familie und Liebesgefährte - die Suche nach DEM ultimativen Geschenk artet fast schon in eine olympische Disziplin aus. Schließlich demonstriert man mit seinem wohl ausgesuchten Geschenk seine eigene Persönlichkeit, seinen Spürsinn, seinen sicheren Stil, seinen guten Geschmack. Angewandte (Hobby-) Psychologie? Naja, jedenfalls notiere ich mir im Laufe des Jahres hochkonzentriert im Geiste jeden noch so begeisterten Ausruf meiner lieben Mitmenschen auf Produkte, die z. B. in Magazinen zu sehen sind. Hilfreich ist es vor allem, wenn Zeitungs- oder Magazinschnipsel heraus gerissen werden oder eine Bemerkung fällt wie "ach, einen Cashmir-Pulli in dieser Farbe habe ich mir schon immer gewünscht"! Ich erinnere mich erst kürzlich gelesen zu haben, dass sich beim Schenken herausstellt, welchen Stellenwert der Beschenkte im Leben eines Menschen hat. Dabei müssen die Präsente gar nicht groß oder kostspielig sein, nein, es kommt auf das Mitdenken, auf die emotionale Intelligenz an. "Wie gut kenne ich Dich?" Oftmals sind es ernüchternde Situationen beim Auspacken, die unsicheren Momente der Geschenkübergabe, die uns zum Schwitzen oder gar enttäuschende Begleiterscheinungen mit sich bringen. Wir die Schenker, die Spürhunde der materialisierten Phantasie in Perfektion, glorifizieren das mit aller Sorgfalt ausgesuchte Präsent und interpretieren viel, viel mehr in dieses hinein als dass es der Gegenüber erfassen oder sogar in seiner (positiven) Reaktion zurück geben kann. Unsichere Fragen wie: "Gefällt es Dir nicht?" oder Anmerkungen wie "Du kannst es auch gern umtauschen..." verderben dann letztendlich den wundersamen Moment, auf den wir so lange hingearbeitet haben. Hier halte ich es persönlich so wie beim versalzenen Essen: am besten, man tut so, als wäre alles in Ordnung und lässt unnötige Entschuldigungssalben sein. Denn sobald man damit anfängt, fällt es erst recht auf und die Stimmung kippt.

Was ich dieses Jahr verschenken werde? Zeit und persönliche Worte, gebettet auf hübschem Papier mit einer großen Schleife herum.

Ein entspanntes Schenken und Beschenktwerden wünscht Tanja

16.11.2011
16:16

Visual what?

Visual what?

Weihnachtszeit ist wohl die spannendste und auch herausfordernste Zeit für alle Dekorateure, heute auch vielmehr Stylisten oder "Visual Merchandiser" genannt. Ich finde es immer verblüffend, wie wahnsinnig gut oder auch (meistens) herausragend schlecht eine Weihnachtsdekoration umgesetzt wird. Der Klassiker an meisterlicher Dekorationsarbeit - und das zu jeder Saison - stellt für mich seit jeher das KaDeWe in Berlin dar. Wie gut, dass wir "um die Ecke" wohnen und ich neue Ideen beim Vorbeischlendern sammeln kann.

Das Ideensammeln lohnt sich meistens. Schließlich möchten wir unseren Besuchern und Stylisten im ConceptRoom eine kleine Inspirationsquelle für deren Zuhause oder Fotoshootings sein. Daher sind wir natürlich immer auf der Suche nach Dekorationswelten, die wir für uns neu interpretieren und dann mit den Produkten unserer PR Kunden umsetzen können. Doch das ist leichter gesagt als getan. Ist das fertige Bild im Kopf noch so gefestigt, fehlt es doch hier und da an der Umsetzung. Rückt man ein Glas zu sehr nach rechts oder links, ist die Farbreihenfolge der verschiedenen Plaids nicht passend gewählt, zerstört es das Komplettbild. Wie häufig ich abends nach Büroschluss in unserem Showroom gestanden habe, um noch an unseren Displays zu tüfteln, vermag ich gar nicht sagen.

Und dann erschien mir letzte Woche ein "Dekoengel". Rosendahl entsandte uns die "Haus und Hof Visual Merchandiserin" Tine. Einen kompletten Tag investierte sie, um den ConceptRoom mit professionellen Handkniffen und einfachen Alltagsgegenständen in ein völlig neues Ambiente zu tauchen. Die Aufgabe "weihnachtlich, aber nicht zu aufdringlich" hat sie perfekt gemeistert. Immer im Blick, dass der ConceptRoom mehr als ein Verkaufsraum, nämlich auch Presse-Showroom ist, schob Tine unsere Presseneuheiten ins Rampenlicht und verzauberte Altbewährtes in einen neuen Glanz. Der Erfolg war am nächsten Tag sofort spürbar: Nicht nur Stylisten fühlten sich inspiriert, nein, die Verkaufszahlen der neu in den Mittelpunkt gebrachten und wohnlich dargestellten Produkte stiegen in die Höhe. Wer auch immer die Idee hatte, aus dem einfachen "Dekorieren" einen professionellen Berufszweig zu schaffen, dem sei gedankt. Und Tine, bitte komm zu Ostern wieder! Bis dahin werde ich Deine vielen Tipps anwenden - auch bei mir Zuhause! ;-)

Es grüßt im Dekofieber Tanja

Nach oben

02.11.2011
14:41

Qubique: Designmesse mit viel Potenzial

02.11.2011

Qubique: Designmesse mit viel Potenzial

Letzte Woche fand, wie in meinem letzten Blogeintrag bereits angekündigt, erstmals die Design- und Möbelmesse „Qubique“  in den Hangars des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof, statt. Vom 26. bis zum 29.10. haben renommierte Marken, sowie vielversprechende Newcomer versucht dem durchaus kritischen Designermarkt zu bestehen- und das, wie ich finde, größtenteils mit Erfolg!

„Was für eine atemberaubende Location?“ war wohl der erste Gedanke, der mir kam, als ich die Empfangshalle des ehemaligen Flughafens Tempelhof, und zugleich die Empfangshalle der Ausstellung, betrat. Riesig hohe Decken, Platz soweit das Auge reicht, und das noch funktionierende alte Fließband, das ehemals für das Gepäck gedacht war, erinnerten sofort an die Zeit, als der Verkehr des Tempelhofer Flughafens noch nicht eingestellt worden war. Nach dem großzügigen Eingangsbereich also musste man einen langen Gang durchgehen, um zu dem ersten großen Ausstellungs- Hangar zu gelangen. Doch der Weg bis dorthin war keinesfalls langweilig! Eine Ausstellung in der Ausstellung könnte man sagen, lenkte vom langen Flur ab und machte ihn durchaus interessanter. In dem ersten Hangar angekommen, fühlte man sich gleich sehr willkommen. Der auf einem Podest erhöhte Barbereich fiel mir gleich ins Auge. Nun lief ich langsam die Ausstellung ab und nahm jeden Aussteller genauer unter die Lupe. Jeder Designer und Hersteller auf seine eigene Weise hatte interessante und ansprechende Designobjekte zu bieten. Auch wenn der Eine sich mehr auf Leuchten, der Andere auf Teppiche und der Dritte auf Sitzgelegenheiten spezialisiert hat, waren alle Stände in sich schlüssig und lockten das neugierige Auge an. Fast jeder Aussteller bot eine einladende Sitzrunde an, um die Möglichkeit zum entspannten Austausch, sowie der Bildung oder Erweiterung von Netzwerken zu sichern. Am längsten blieb ich dann aber bei dem Stand von Gubi stehen. Es war wohl die große Ausstellungsfläche, die Aufmachung des Standes, sowie vor Allem aber die Objekte an sich, mit ihren gelungenen Design- Interpretationen,  die mich besonders beeindruckten.

Alles in Einem war das Konzept der Messe gut durchdacht und bot ein gelungenes Ergebnis für alle Besucher. Vom coolen und erfrischenden Ambiente, zum stylischen Publikum bis hin zur perfekten Location war alles dabei. Die insgesamt 130 Aussteller aus 20 verschiedenen Ländern, vor allem aus Skandinavien, Italien, Spanien und Deutschland, konnten sowohl den Besucher als auch den qualifizierten Fachmann überzeugen. Die eher kleine, überschaubare Messe zog letztlich nicht nur regional ansässige Besucher, sondern Menschen aus ganz Deutschland, sowie aus Teilen Europas an. Ich für meinen Teil sage: Herzlichen Glückwunsch, liebe Qubique, für den gelungenen Start in die Welt der Interior- Messen. Ich bin gespannt auf nächstes Jahr!

Und damit herzlichste Grüße,

Ihre Stéphanie

« November 2011»
S M T W T F S
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30      

Letzte Beiträge

Sportlich?
02.10.2014 15:49
Es wackelte und hüpfte auf der Tendence 2014
15.09.2014 17:00
Early Birds
19.08.2014 11:39
Von Kunst und dänischen Alltagsprodukten
02.08.2014 13:11

Kategorien

Blog rolls

Letzte Kommentare

verliebt
28.02.2013 22:08
Format
05.08.2011 08:32
Feedback
04.07.2011 10:38
und nun?
01.07.2011 15:14

Archiv

  • [-]2014(10)
    • [-]Oktober(1)
    • [-]September(1)
    • [-]August(2)
    • [-]Juli(2)
    • [-]Mai(1)
    • [-]April(1)
    • [-]März(1)
    • [-]Januar(1)
  • [-]2013(31)
    • [-]Dezember(2)
    • [-]November(2)
    • [-]Oktober(2)
    • [-]September(3)
    • [-]August(3)
    • [-]Juli(2)
    • [-]Juni(2)
    • [-]Mai(1)
    • [-]April(4)
    • [-]März(3)
    • [-]Februar(3)
    • [-]Januar(4)
  • [-]2012(36)
    • [-]Dezember(3)
    • [-]November(3)
    • [-]Oktober(1)
    • [-]September(1)
    • [-]August(4)
    • [-]Juli(3)
    • [-]Juni(4)
    • [-]Mai(3)
    • [-]April(3)
    • [-]März(3)
    • [-]Februar(4)
    • [-]Januar(4)
  • [-]2011(25)
    • [-]Dezember(3)
    • [-]November(4)
    • [-]Oktober(4)
    • [-]September(2)
    • [-]August(4)
    • [-]Juli(4)
    • [-]Juni(3)
    • [-]Mai(1)

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS Reader

RSS 0.91Posts
RSS 2.0Posts

Meist gelesene Posts

Zu Tisch, bitte! Messebesuch Formland Dänemark
20058 times viewed
31.08.2011 06:19
Papierkram
8406 times viewed
03.08.2011 19:18
Freiheit mit Technik
6283 times viewed
17.08.2011 09:41
Mein Leben als Dienstleister
5621 times viewed
29.06.2011 18:30